BAföG


WAS IST BAföG?

Bafög bietet dir eine finanzielle Unterstützung im Studium. Einigen von euch, kann dies das Studium überhaupt ermöglichen und eine finanzielle Sicherheit bieten. Die Regelungen wurden inzwischen oft erweitert, sodass inzwischen mehr Studierende Anspruch haben können. Dennoch sinkt die Anzahl der Schülerinnen und Studentinnen, die BAföG beziehen. Dabei wird die ausgezahlte Summe an den Kosten für Wohnung und Einkommen und Vermögen der Geförderten und deren Familien bemessen. Für den Erhalt von “BAföG” sind entsprechende Nachweise sowie i.d.R. ein Leistungsnachweis im Verlauf des Studiums vorausgesetzt. Die Hälfte dieses Darlehens muss nach Abschluss der Ausbildung zurückgezahlt werden- jedoch maximal 10.000 EUR. In einigen Fällen (abgeschlossene Ausbildung, Ü30 und andere Faktoren) ist die Beantragung von z.B. elternunabhängigem BaföG möglich. Die maximal ausgezahlte Summe wurde in den vergangenen Jahren oft erhöht und beträgt im WiSe 2021/22 861 EUR. Es könnte sich also lohnen, einen Blick hierein zu werfen. 😉

Ob oder wie viel BaföG du erhalten kannst, kannst du mithilfe des BäföG Rechners online überprüfen bzw einschätzen. Es können dabei aber zur tatsächlich ausgezahlten Summe kleine Abweichungen auftreten. 

https://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/check.php — hier kannst du überprüfen, ob du BaföG-berechtigt bisthttps://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/ — hier kannst du ungefähr einschätzen, wie viel BaföG du erhalten kannst.

WELCHE VORTEILE BIETET BAföG?

  • nur die Hälfte, bis max. 10.000 EUR müssen zurückgezahlt werden
  • während der Förderung müssen keine Rundfunkgebühren gezahlt werden
  • Zuschlag für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung (besonders relevant für Studierende Ü30)
  • keine Zinsen, wie bei Studienkrediten
  • Rückzahlung in 77 Monatsraten (i.d.R nach 6.5 Jahren abgeschlossen)
  • weniger Jobben, mehr Zeit und Energie für’s Studium
  • kleiner Tipp: BAföG ist mit einigen Stipendien z.B. dem Deutschlandstipendium ohne Abzüge kombinierbar

WAS SIND DIE BEDINGUNGEN FÜR BAföG?

  • Wenn man mehr als 450 EUR im Monat durch einen Job verdient, wird der BAföG-Satz nach unten angepasst (Ausnahme sind gerade systemrelevante Jobs während der Pandemie)
  • Nachweis, über das Einkommen der unterhaltspflichtigen Personen muss hinreichend gering sein, die Anzahl der Geschwister spielt hierbei auch eine Rolle
  • im Verlauf des Studiums muss ein Leistungsnachweis erbracht werden

WIE FUNKTIONIERT iMed MIT BAföG?

Wie oben erwähnt, gehört zu den Nachweisen über die eigene Wohnsituation, eigene finanzielle Umstände und i.d.R. die der Familie, noch ein sogenannter Leistungsnachweis. Im iMed Studiengang wird das BAföG-Amt den Leistungsnachweis nach §48 BAföG üblicherweise ab dem dritten Fachsemester fordern. Mit dem Leistungsnachweis wird sichergestellt, dass die üblichen Leistungen im Rahmen des iMed-Modellstudiengangs erbracht worden sind. Ohne diesen Leistungsnachweis, wird das BAföG Amt keine Förderung gewähren. In seltenen Fällen wird der Leistungsnachweis auch in höheren Semestern gefordert. 

Den Leistungsnachweis bekommt man bei der BAföG-Beauftragten Person am UKE. Das ist momentan Prof. Rune (N61, Etage 1, Raum 106).

Achtung!

Das Fristende für die Bescheinigung ist immer der 31.07.

Definition

“übliche Studienleistungen”: mind. 75% der Module

Info

Die 6-wöchigen Module aus dem Kerncuricullum und die 2-wöchigen Module aus dem Wahlpflichtbereich (2nd-Tracks) werden gleichwertig gezählt. Die Infos auf dieser Seite dienen der eigenen Kontrolle und Planung.

Leistungsnachweise:

Das BAföG-Amt fordert, i.d.R. per Post, einen Leistungsnachweis an. Das geschieht meist nach dem 3. Fachsemester, seltener im 4. Fachsemester. Es kann aber auch vorkommen, dass ein Leistungsnachweis im klinischen Teil des Studiums verlangt wird. Nach dem 5. Fachsemester wäre dann auch für den Leistungsnachweis das Äquivalenz zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung notwendig. Dieses stellt nach §17 der Prüfungsordnung (vom 4. Juli 2018) die Voraussetzung für die Fortsetzung des Studiums im 6. Fachsemester dar.

ab dem 1. FACHSEMESTER

Kerncuricullum Teil 1Modul A1
Kerncuricullum Teil 2 Modul B1
WahlpflichtbereichWP 1 (Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten)

Gesamt: 3 Module

übliche Studienleistung (mind. 75 %): 3 Module

Im ersten Semester müssen von den 3 möglichen Modulen alle erfolgreich sein. Das heißt Module A1 und B1 und das Wahlpflichtmodul “Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten”. Nach dem ersten Semester wird aber i.d.R. kein Leistungsnachweis vom BAföG-Amt verlangt!

Zwei Module wären nur 66,67 % und damit weniger als die üblichen Leistungen. Die Förderung würde damit pausiert werden, bis die Leistungen erbracht und nachgewiesen sind. Deshalb müssen alle drei geschafft werden. Glücklicherweise wird aber nach dem ersten Semester i.d.R. kein Leistungsnachweis verlangt. Das heißt durchatmen und Tee trinken.

Es ist nichts verloren, wenn mal ein Modul nicht klappen sollte. Aber auch dafür gerne an den FSR, die Tutoren oder andere Kommilitonen wenden. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen 😉 Gerne auch mal bei Projekten, wie “Druckausgleich” oder Angeboten vom Hauptcampus reinschnuppern!

ab dem 2. FACHSEMESTER

Kerncuricullum Teil 1Modul C1
Kerncuricullum Teil 2 Modul D1
WahlpflichtbereichWP 2-4 (Orientierungsphase a)

Gesamt: 6 Module

übliche Studienleistung (mind. 75 %): 5 Module

Nach dem zweiten Semester müssen nur noch mindestens fünf der sechs Module (84%) bestanden werden, um die nötige 75% Leistung nachzuweisen. Wahlpflichtbereich und Kerncuricullum sind dabei gleichwertig. Es wird selten schon nach dem 2. Fachsemester nach einem Leistungsnachweis gefragt. Bis hier darf insgesamt 1 Modul ausstehend sein.

ab dem 3. FACHSEMESTER

Kerncuricullum Teil 1 Modul E1
Kerncuricullum Teil 2 Modul F1
Wahlpflichtbereich WP 2-4 (Orientierungsphase b)

Gesamt: 9 Module

übliche Studienleistung (mind. 75%): 7 Module

Die regelhafte Bescheinigung der üblichen Studienleistungen gemäß §48 BAföG werden nach dem 3. Fachsemester ausgestellt. Darin steht bei einem positiven Bescheid, dass mind. 7 Module (78%) bestanden worden sind. Das BAföG-Amt wird in dem Fall, sofern alle anderen Bedingungen erfüllt sind die Förderung gewähren.

Mit einem negativen Bescheid, sind die Bedingungen für den Erhalt für BAföG nicht mehr gegeben. Das BAföG-Amt wird in dem Fall die Förderung einstellen, bis die Leistungen erbracht worden sind und ein positiver Leistungsnachweis vorliegt.

Ein “positiver” Bescheid über weniger als 7 Module hat dieselbe Bedeutung, wie ein negativer Bescheid und die Förderung wird eingestellt, bis die Leistungen den “üblichen Studienleistungen” (mind. 75%) entsprechen.

I.d.R. dauert der Briefwechsel mit dem BAföG-Amt aufgrund des hohen Andrangs mehrere Wochen, sodass z.B. Fristen für Nachprüfungen etc. möglicherweise verpasst werden könnten. Es empfiehlt sich daher, sich parallel beraten zu lassen, sollte man zu wenige Module gesammelt haben. Mögliche Ansprechpartner hierfür sind, neben deinem BAföG-Amt, Dr. Thomas Tilling (Studienberatung iMed), der Fachschaftsrat, Prof. Gabriele Rune (BAföG-Beauftragte iMed) und natürlich Beratungsangebote am Hauptcampus, wie z.B. das BeSI (Beratungszentrum für Soziales und Internationales).

ab dem 4. FACHSEMESTER

Kerncuricullum Teil 1 1 Modul aus:
– A2
– B2
– C2+G2*
– E2
Kerncuricullum Teil 2 1 Modul aus:
– A2
– B2
– C2+G2*
– E2
Wahlpflichtbereich WP 2-4 (Orientierungsphase c)

Gesamt: 12 Module

übliche Studienleistungen (mind. 75%): 9 Module

Ab dem vierten Semester müssen von den möglichen 12 Modulen mindestens 9 bestanden worden sein. Dabei gilt wieder, dass Module des Kerncuricullums (A2, B2, C2+G2, E2 etc.) mit den Modulen aus dem Wahlpflichtfach (2nd-Tracks) gleichwertig verrechnet werden.

*Hier gibt es allerdings eine Besonderheit: die Module C2 und G2 finden im gleichen Quartal statt und haben zusammen den Wert eines Moduls. Damit sollen gleiche Voraussetzung, unabhängig von der Modulreihenfolge, gestellt werden. Fällt man beispielweise in C2 und in G2 durch zählt das als ein nicht-bestandenes Modul. Fällt auf der anderen Seite hingegen nur in C2 (oder nur in G2) durch, dann gilt das ebenfalls als ein nicht-bestandenes Modul. Nur, wenn beide Module bestanden worden sind, zählt das als ein bestandenes Modul.

Zu diesem Zeitpunkt im Studium besteht das Anrecht auf Förderung weiterhin auch, wenn insgesamt bis zu 3 Module (von 12) nicht bestanden worden sind.

Für den Leistungsnachweis wird kein Staatsexamen benötigt. Das Staatsexamen wird lediglich für die Fortsetzung des Studiums im 6. Fachsemester benötigt. Eine nicht-bestandene PNF-Prüfung hat hier keine Auswirkung auf die Förderung!

Es ist nicht üblich, dass nach dem 4. Semester der Leistungsnachweis verlangt wird, dennoch kommt es vor. Für den positiven Bescheid werden 9 von 12 Modulen (75%) benötigt. Diese müssen erfolgreich abgeschlossen worden sein, damit die Förderung gewährt wird.

Im Falle eines negativen Bescheids wird die Förderung eingestellt, bis die Leistungen erbracht worden sind und ein Nachweis vorliegt.

Sollte ein “positiver” Bescheid über weniger als 9 erfolgreiche Module bescheinigt werden, wird dieser vom BAföG-Amt formal als negativer Bescheid gewertet werden. Die Förderung wird dann erst gewährt werden, wenn die Leistung “üblichen Leistungen” (75 %) erbracht und nachgewiesen worden sind.

I.d.R. dauert der Briefwechsel mit dem BAföG-Amt aufgrund des hohen Andrangs mehrere Wochen, sodass z.B. Fristen für Nachprüfungen etc. möglicherweise verpasst werden könnten. Es empfiehlt sich daher, sich parallel beraten zu lassen, sollte zu Beginn der nächsten Förderperiode die Förderung eingestellt werden. Mögliche Ansprechpartner hierfür sind, neben deinem BAföG-Amt, Dr. Thomas Tilling (Studienberatung iMed), der Fachschaftsrat, Prof. Gabriele Rune (BAföG-Beauftragte iMed) und natürlich Beratungsangebote am Hauptcampus, wie z.B. das BeSI (Beratungszentrum für Soziales und Internationales).



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