Newsletter Februar


Liebe Kommilitonen, liebe Kommilitoninnen,

ich freue mich Euch heute den ersten monatlichen FSR Newsletter zusenden zu dürfen (lasst Euch nicht von der Länge abschrecken, der nächste wird kürzer).

Mit dem Newsletter versuchen wir Euch einmal am Monatsende darüber zu informieren, was unsere Aktivitäten waren, welche Themen und gerade beschäftigen und wie der Ausblick ist.

Falls Euch unser Newsletter gefällt, freuen wir uns über eine Empfehlung gegenüber unseren Kommilitonen.

In diesem Newsletter bekommt Ihr eine Zusammenfassung über die Monate Januar und Februar sowie einen Ausblick auf den April.

Das Semester startete mit einer Woche digitalem Unterricht. Die vermutlich erhöhten Infektionen aufgrund vieler Silvester-Feiern sowie der Omicron-Effekt sollten erfasst werden. Und tatsächlich kam es zu einer deutlichen Steigerung der Fallzahlen. Waren es im Herbst noch ca. 3 postitiv-erfasste Studenten pro Woche schnellten die zahlen schon in den ersten Tagen des Jahres auf ca. 35-80 (die große Diskrepanz, da teils doppelt erfasst wurde – UKE Tests und positiv Meldungen über iMed Campus). Die Folge: Für die klinischen Semester blieb es beim mittlerweile fast gewohnten digitalen Unterricht. Das Trostpflaster: Der Unterricht in der Vorklinik konnte vollständig in Präsenz stattfinden.

Die Enttäuschung und Unzufriedenheit in den klinischen Semestern waren riesig.

In gemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit dem FSR entschied sich eine Gruppe von Studenten dazu eine Umfrage zu organisieren. Daran nahmen mehr als 1000 von Euch teil. Dafür sind wir Euch sehr dankbar. Außerdem entschieden wir uns als Fakultätsratsgruppe einen Antrag und damit Tagesordnungspunkt im wichtigsten Gremium der Fakultät unserem Hauptanliegen zu widmen; verbesserte Bedingungen im Medizinstudium während Corona und Präsenzlehre. Wir waren überwältigt von der großen Anteilnahme, sowohl von studentischer als auch Dozenten-Seite und es wurden viele Räder ins Rollen gebracht. Das Dekanat machte uns zu jeder unserer Forderungen Vorschläge und viele Dozenten kamen im Nachhinein auf uns zu und fragten, wie sie uns unterstützen können. Direkte Erfolge unseres Engagements konnte man vor allem im Kleinen erkennen. FFP2 Masken wurden kostenlos zur Verfügung gestellt, ebenso Schnelltests, die Öffnungszeiten der ÄZB wurden wieder ausgeweitet und die Abmeldung von den Prüfungen wurde ermöglicht. An vielen weiteren Punkten sind wir im engen Austausch.

Eine Kernforderung konnten wir jedoch noch nicht erreichen: Möglichst schnell, möglichst viel Präsenzunterricht. Als FSR konnten wir dafür jedoch im Januar auch ein gewisses Verständnis hervorbringen, denn die Corona Zahlen stiegen in nie dagewesene Dimensionen. 

Eine Gruppe von Euren Kommilitonen wollte das nicht akzeptieren, sie forderten: Präsenzlehre sofort! (Genaueres könnt ihr in den publizierten Positionspapieren nachlesen). Daraufhin organisierten sie eine Demonstration vor O10, wenn auch nicht vom FSR unterstützt, bedanken wir uns für die sachliche Durchführung der Demonstration und das Engagement von Studenten in der Fakultät und für gute Lehre begrüßen wir selbstverständlich!

Das Thema Präsenz in Zeiten von Corona erlebte im Januar und Februar eine große Aufmerksamkeit, wir waren in einem Beitrag der Tagesschau auf Instagram mit unserer Meinung zu hören und zu sehen, außerdem kamen FSR Mitglieder in einem Radiobeitrag sowie einem Abendblattartikel zu Wort und auch die Demonstration schaffte es in mehrere Medien.

Die Politik wurde auf unsere Situation aufmerksam und, nachdem wir trotz mehrerer Kontaktversuche in den letzten Jahren von Frau Fegebank weiterhin ignoriert werden, reichte erfreulicherweise die CDU einen Antrag für mehr Präsenzlehre in der Bürgerschaft ein, der jedoch von den Regierungsparteien – vermutlich aus parteipolitischen Gründen – leider nicht zur Diskussion zugelassen wurde.

Dann kam es zu den Prüfungen und die politische Auseinandersetzung wurde wieder etwas ruhiger (ja auch der Großteil des FSRs schreibt Prüfungen 🙂 – auch, wenn häufig anders vermutet). Untätig waren wir natürlich trotzdem nicht.

Nachdem es leider aufgrund von semesterinternen Differenzen zum Rücktritt des Semestersprechers des 3. Semesters kam organisierten wir Neuwahlen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei Lukas für die gute und immer konstruktive Zusammenarbeit bedanken und gratuliere Fabian zur erfolgreichen Wahl. Er übernimmt das Amt in schwierigen Zeiten, jedoch bin ich mir sicher, dass er gemeinsam mit Kiki, die dem 3. Semester als Semestersprecherin erhalten bleibt einen super Job machen wird.

Außerdem kam das Thema der veränderten studentischen Verträge in den klinischen Bereichen auf. Es gab eine FSR Sitzung zu dem Thema mit reger Teilnahme und Jasenko und ich haben uns dem Thema angenommen und bereits erste Gespräche mit Dekanat und UKE geführt. Über den Stand der Dinge halten wir Euch natürlich weiterhin auf dem Laufenden.

Das UKE hat zudem verkündet, dass es ab dem 16. März die vom Bundestag beschlossene einrichtungsbezogene Impflicht geben wird. Was das jetzt genau für Euch bedeutet konntet Ihr entsprechenden UKE-Newslettern entnehmen, kurz gesagt wird der Impfstatus ab dem 15. März an das Gesundheitsamt gemeldet und dieses entscheidet dann, wie es weitergeht. Die Konsequenzen sind bislang unklar.

Viele von Euch absolvieren vermutlich zurzeit ihre Famulaturen und fragen sich nun, wie es weitergehen wird. Erfreulicherweise können wir Euch mitteilen, dass das Dekant ein Semester in Vollpräsenz inkl. Vorlesungen plant; einzelne Veranstaltungen in besonders sensiblen Bereichen können ausgenommen sein. Darauf werden wir das Dekanat festnageln und uns dafür einsetzen, dass wir ab April wieder ein normales Studium genießen können. Eine Maskenpflicht wird vermutlich weiterhin bestehen, aber Einzelheiten sind noch unklar. 

Außerdem haben die Institute teils in Zusammenarbeit mit dem FSR oder anderen Studenten – danke hierfür vor allem an die engagierten Studenten aus D2 – Konzepte erarbeitet, wie und in welcher Form Nachholangebote angeboten werden können. Es sind wohl über 55 verschiedene Angebote zusammengekommen, die nun zusammengestellt werden und bald starten sollen. Verteilt werden die Angebote über das ganze Semester (Wochenenden und Nachmittage) und die Semesterferien, ein großer Dank geht an die Kinderklinik, die sich nach unseren derzeitigen Informationen besonders bemüht zeigt. Alles weitere wird in Kürze folgen.

Das Semesterende haben Euch die MEDIS versüßt die in einem digitalen Livestream das diesjährige Hamburger MEDIS-Motto vorgestellt haben.

Neben den hier vorgestellten Themen haben wir auch viele andere Dinge diskutiert (und ich habe bestimmt auch einiges vergessen – sorry dafür). Wenn Ihr eine Veranstaltung oder eine Projektevent vermisst habt, dann schreibt mir gerne eine Nachricht und ich werden nächstes Mal dran denken. 

Überschattet wurde all dies von den schrecklichen Nachrichten, die uns alle in den letzten Tagen begleitet haben. Da wird einem plötzlich bewusst, wie klein manche unserer Probleme klingen, im Vergleich zu dem Leid, das andere erleiden müssen. Ich möchte hier an dieser Stelle keine politische Diskussion anfangen und darum nur dies sagen: Einen Krieg mitten in Europa hätte ich zu meinen Lebzeiten niemals erwartet. Ich freue mich über die große Anteilnahme und Unterstützung in ganz Europa, ja auf der ganzen Welt und wünsche mir ein Europa in Frieden und ohne Blutvergießen.

– make love not war – 

ganz im Sinne der Medis 

#NurLiebe

Dennoch wünsche ich Euch allen frohe Semesterferien und freue mich Euch bald wieder über den Weg zu laufen, ob in Mensa, Bib, der nächsten FSR Sitzung (immer montags 17 Uhr) oder vielleicht doch besser auf den MEDIS oder der nächsten Medizinerpary 🙂 oder noch besser, wenn man noch träumen darf, bei der nächsten Villa-Bar.

*Alle hier vertretenden Meinungen sind Meinungen des Autors und müssen nicht (können aber) die Meinung aller gewählten Mitglieder des FSR Medizin Hamburg sein.


Euer Viktor


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