Famulatur


Das ist wichtig:

  • Dauer: jeweils 1 Kalendermonat (je nach Monat 28-31 Tage!)
    • Tag X Monat 1 bis Tag X-1 Monat 2 (z.B. 15. Feb. bis 14. März)
    • Ein Abschnitt (nicht Allgemeinmedizin!) kann in 2×15 Tagen absolviert werden.
  • 4 Monate insgesamt!
    • 2 Monate stationär (Klinik – da wo Patienten im Bett liegen)
    • 1 Monat beim Hausarzt/Allgemeinmediziner
    • 1 ambulant (dazu zählt die Notaufnahme! Alle Sonderregelungen siehe hier).
  • Für die Anerkennung vom LPA (Landesprüfungsamt) wichtig:
    • Stempel & Unterschrift der Klinik / des Arztes
    • Fehlzeiten müssen vermekt sein! (Auch wenn es keine gab)

Die richtige Famulatur finden

  • Wann famulieren?

Theoretisch kannst du nach bestanden der Module A1, B1, C1 und D1 und Ableistung aller drei Monate Pflegepraktikum in die erste Famulatur starten. Das kann zum Vorteil sein, da du dann später mehr Zeit im Studium, z.B. für eine Doktorarbeit, hast. Nachteil ist allerdings, dass du in einigen Fächern nicht viel verstehen wirst.

  • Wo famulieren?

Für die ersten Famulaturen bieten sich große Fächer an, in denen du auf dein “vorklinisches” Wissen zurückgreifen kannst. Mit Hilfe dieser Grundlagen kannst du in diesen Fächern auch im niedrigeren Semester viel mitnehmen. Das sind z.B. so gut wie alle Disziplinen der Inneren Medizin (Onkologie und Hämatologie ausgenommen), Unfall- oder Allgemeinchirurgie. Speziellere Fächer solltest du erst wählen, wenn diese im Studium schon behandelt wurden oder du anderweitig vorgebildet bist. Das gleiche gilt übrigens für eine ambulante Famulatur in der Notaufnahme.

  • Wo bewerben?

Das variiert von Klinik zu Klinik. In der Regel wendest du dich als erstes an das Chefarztsekretariat der jeweiligen Abteilung. Größere Kliniken haben ggf. Lehrbeauftragte oder spezielle Ansprechpartner in der Personalabteilung. Suche dir die Telefonnummern und frage erstmal telefonisch nach an wen du deine Bewerbung (in der Regel per Email) schickst. Fragen kostet nichts! Bewirb dich rechzeitig. In der Pädiatrie, Dermatologie und in den Notaufnahmen sind die Plätze begrenzt und die Wartelisten teilweise sehr lang.


Weitere Tipps

  • Famulatur ist was du draus machst!

Zeig’ Eigeninitiative und Interesse. Du wirst mehr eigenständig arbeiten dürfen, wenn deine auszubildenen Ärzte das Gefühl haben, dass dich das Fach interessiert und du bereit bist dazu zu lernen.

  • Trau’ dich was (auch nein zu sagen)!

Famulaturen sind u.a. dazu da, praktisch zu arbeiten. Führe Anamnesegespräche, nimm Blut ab und lege Braunülen. Setze dich mit schwierigen Patienten auseinander und lerne neue Dinge. Aber Achtung! Was du noch nie gemacht hast, solltest du ohne Hilfe / Aufsicht sein lassen. Noch nie einen ZVK oder eine Drainage gezogen? Trau’ dich auch erst einmal “nein” zu sagen und lass dir in Ruhe alles zeigen.

  • Lerne Pharma!

Ätzend und trocken? Kein Stück. Die Basics in Pharmakologie helfen dir in der Famulatur extrem weiter. Mit einigen Medikamenten (Schmerzmitteln, Herztabletten, Antidiabetika / Insulin und Blutverdünnern) wirst du pausenlos konfrontiert sein. Zumindest grob solltest du die wichtigen Vertreter einordnen können. In der Psychiatrie und Neurologie solltest du dir außerdem die spezielleren Medikamente (Antipsychotika, Antikonvulsiva und Co.) anschauen.

  • Nutze Bewertungsportale!

Im Netz gibt es einige nützliche Reviews zu Famulaturen in verschiedenen Kliniken. Diese können einen ersten Eindruck vermitteln. Lies’ dir auch Erfahrungsberichte zum PJ in der jeweiligen Abteilung durch. Meistens unterscheidet sich die Qualität der Ausbildung hier nicht stark. Die größten Portale sind: